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... Jahrzehnte nach dem Ende des Ersten Weltkrieges gab es und gibt es immer noch zahlreiche Initiativen in ehrendem Gedenken an die Kriegsgefallenen. Vor etlichen Jahren wurden die italienisch-österreichischen Friedenstreffen ins Leben gerufen. Es handelt sich dabei um eine besonders lobenswerte Initiative, die sich die Ehrung der Kriegsgefallenen und Zivilopfer des Krieges dies- und jenseits der Grenze zum Ziel gesetzt hat. Diese Treffen sind nunmehr zur Tradition geworden und genießen internationale Anerkennung. Unermüdlicher Ideator und Organisator dieser Treffen ist Mario Eichta, Sohn einer verdienten Persönlichkeit des damaligen Trentino. Luigi Eichta, der Vater von Mario, war am 26. Mai 1915 in Meran von k.u.k. Gendarmen gefangen genommen worden, weil man ihm irredentistische Bestrebungen zu Gunsten des Königreiches Italien unterstellte. Er wurde zunächst ins berüchtigte Internierungslager von Katzenau (bei Linz) gebracht und schließlich nach Hollabrunn überstellt. Sein Sohn Mario Eichta verspürte in der Folge das Bedürfnis, ja die Verpflichtung der Gefallenen und Zivilopfer des Krieges in würdiger Weise zu gedenken. Er initiierte daher die italienisch-österreichischen Friedenstreffen, die im Jahre 1992 mit einer beeindruckenden Kundgebung beim Ossarium am Tonale-Pass (Gemeinde Vermiglio) ihren Anfang nahmen. An diesem ersten Treffen nahmen auch die damaligen Außenminister Italiens und Österreichs Emilio Colombo und Alois Mock teil. 1993 fand dann das Treffen mit dem Minister Mock beim Festungswerk Lusern statt, 1994 am Soldatenfriedhof von Fucine, einer Fraktion der Gemeinde Ossana, 1995 im Soldatenfriedhof bei der Kirche Santa Giuliana in der Gemeinde Vigo di Fassa, im Jahre 1996 im Soldatenfriedhof von Slaghenaufi in der Gemeinde Lavarone, 1997 im Gefallenenfriedhof von Bondo und schließlich im Jahre 1998 im Soldatenfriedhof von S. Rocco in der Gemeinde von Pejo. Ein Großteil der Zivilbevölkerung des damaligen Trentino, genannt Welschtirol, war nach dem Eintritt Italiens in den Ersten Weltkrieg von den österreichisch-ungarischen Militärbehörden evakuiert worden. Die Menschen wurden vielfach in entlegene Ortschaften in das Innere der ehemaligen Donaumonarchie verschleppt, insgesamt etwa 70.000 Frauen, Kinder und betagte Männer. Gemeinsam mit den Trentinern waren auch Bürger anderer Gebiete evakuiert worden, so zum Beispiel `ie Bevölkerung von Cortina d´Ampezzo, des östlichen Friaul, Istriens, des Gebietes von Fiume sowie Dalmatiens. Andere Zivilpersonen italienischer Muttersprache, die aber Bürger der k-u.k. Monarchie waren, mussten harte Verfolgungen und Deportationen über sich ergehen lassen, da man sie irredentistischer Aktivitäten zu Gunsten des Königreiches Italien bezichtigte.Viele Deportierte und Internierte starben in der Fremde an Krankheiten und Entbehrungen, weit weg von ihrer Heimat Trentino... |